Print, PDF oder Online: Den richtigen Medien-Mix für Ihren Geschäftsbericht

Print, PDF, eine Online- oder mobile Präsentation optimiert? Für die Veröffentlichung Ihres Geschäftsberichts gibt es heute zahlreiche Möglichkeiten. Und Sie haben die Qual der Wahl. Welches Medium ist das beste? Die größte Chance der Unternehmensberichterstattung liegt nach unserer Erfahrung im crossmedialen Zusammenspiel der verschiedenen Kanäle. Es gilt hier, die Stärken der einzelnen Kanäle zu verbinden, denn erst durch die Nutzung von Synergien kann die Kommunikation der Inhalte von Geschäftsberichten zukünftig zielgerichteter, effektiver und stärker werden.

Welcher Kanal ist für Ihren Geschäftsbericht geeignet?

Wenn Sie alle Medien zur Berichterstattung Ihres Geschäftsberichts nutzen, bedeutet dies einen erheblichen zusätzlichen Aufwand. Die gute Nachricht vorab: Für kleine und mittelständische Unternehmen bleibt der gedruckte Geschäftsbericht mit zusätzlichem PDF noch der Standard.

Ziehen Sie jedoch eine crossmediale, also eine Nutzung der Verknüpfung mit digitalen Medien in Betracht, sollte Folgendes berücksichtigt werden:

  • das jeweilige Potenzial des Kommunikationsmittels (siehe unten) und
  • die Erwartungshaltung des Lesers.

Drei Beispiele von Kombinationsmöglichkeiten

  1. Gibt es im gedruckten Geschäftsbericht einen umfangreichen Imageteil, wäre es schade, nicht auch die deutlich größere Reichweite des Internets zur Veröffentlichung auf der Unternehmenswebseite zu nutzen.
  1. Für Unternehmen, die nicht zum Publizieren eines Geschäftsberichts verpflichtet sind, kann es hilfreich und ressourcenschonender sein, den Zahlenteil nur online zu veröffentlichen.
  1. Da Analysten und Aktionäre besonders am Zahlenteil interessiert sind, werden aus Gründen der Publizitätspflicht große und börsennotierte Unternehmen diesen in einer Print-Version publizieren. Es bietet sich zudem an, den Imageteil auch im Internet mit zusätzlich einzubindenden Videos und Animationen effektvoll in Szene zu setzen. Das Unternehmensprofil könnte überdies als imagebildende Broschüre erscheinen.

Überzeugende Berichte mit optimaler crossmedialer Verknüpfung

Siemens – Jahresbericht 2014
Die Online-Version bietet: Responsive Online-Version, Download mit individuellen PDFs, Chart Generator (Grafiken individuell erstellen), Grafiksammlung, interaktiver Kennzahlenvergleich
Agentur: hw.design gmbh

AUDI AG – Geschäftsbericht 2013
Die Online-Version bietet: Multimediale Online-Version, crossmediale Apps für iPad und Windows 8, Videos, individuelle PDFe, externe Links
Agentur: köckritzdörrich GmbH

AUDI AG – Geschäftsbericht 2013

 

Bei Geschäftsberichten bleibt die Print-Version das Leitmedium

Trotz zunehmender Digitalisierung erwartet weiterhin die Mehrzahl der Leser attraktiv gestaltete und übersichtlich gegliederte Print-Geschäftsberichte. Sie schätzen an der gedruckten Variante die gute Lesbarkeit, die Übersichtlichkeit und die Möglichkeit, Passagen markieren zu können. Auf diese Weise lassen sich verschiedene Geschäftsberichte problemlos miteinander vergleichen. Die Auflagenhöhen sind jedoch trotz dieser Vorteile und der Präferenzen der Leser rückläufig. Viele Geschäftsberichte erscheinen sogar nur noch digital. Insbesondere Zwischenberichte werden heutzutage häufig gar nicht mehr gedruckt.

Das PDF bietet mit wenig Aufwand viele hilfreiche Funktionen

Viele Geschäfts- bzw. Jahresberichte werden nur noch oder auch zusätzlich als PDF publiziert und zum Herunterladen bereitgestellt. Während der Print-Bericht noch im Druck ist, lässt sich das PDF mit wenig Aufwand erstellen und schneller veröffentlichen. Außerdem fällt es mithilfe von Lesezeichen, Suchfunktionen und der Verschlagwortung mit hinterlegten Inhalten leichter, sich in einem komplexen Geschäftsbericht zu orientieren. Das üblicherweise verwendete DINA-4-Hochformat ist jedoch nicht optimal, wenn es um die Bildschirmdarstellung geht. Soll beispielsweise ein Geschäftsbericht nur als PDF für Computerbildschirme publiziert werden, bietet sich ein breites Querformat an.

Interaktive PDFs mit dynamischen Elementen eröffnen neue Geschäftsberichts-Welten

Mit einem überschaubaren Aufwand lassen sich in PDF-Dateien Videos, Ton und interaktive Elemente hinzufügen. Sie bieten eine gute Möglichkeit, Ihre Inhalte spannender wiederzugeben und den Geschäftsbericht attraktiver zu gestalten. Durch Buttons und andere Navigationselemente kann man in diesen PDF-Dateien mühelos wie in Websites navigieren.

Geschäftsbericht als blätterbares PDF

Häufig werden Geschäftsberichte auch als blätterbare PDFs angeboten. Hierbei wird mit der Browseroberfläche das Blättern wie in einer Print-Version als Effekt darstellt. Für dieses Medium spricht die schnelle Ladezeit und die sofortige Verfügbarkeit. Allerdings gilt es an dieser Stelle, ganz besonders auf die Usability für den Leser zu achten. Denn meist sind die Bedienelemente der blätterbaren PDFs sehr eingeschränkt. Ein Zoom wird in der Regel nicht angeboten und das Umblättern wirkt oft „ruckelig“. In solchen Fällen wünschen sich die Leser schnell Ihren Geschäftsbericht „als normales PDF“, zudem viele zusätzliche Services möglich sind.

Beispiel für einen Anbieter kostenlos bätterbarer Präsentationen: www.flipedia.de

Der Online-Geschäftsbericht bietet eine echte Chance zum Dialog mit Interessierten

Obwohl das Medium Internet für einen Geschäftsbericht viel Potenzial bietet und für schnelle Verfügbarkeit sorgt, erfreut er sich bei Lesern bisher keiner großen Beliebtheit. Warum das so ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Vielleicht liegt es daran, dass die Zielgruppe sehr heterogen ist und jeder Leser sich eine genaue Ansprache wünscht. Ein Grund könnte auch darin liegen, dass viele Unternehmen bisher die Inhalte ihres Geschäftsberichts in Print-Form nur eins zu eins in html umgesetzt haben. Dabei können Seiten, die gedruckt toll aussehen, in der Online-Version fantasielos wirken.

Es ist also wichtig, die Möglichkeiten des Internets sinnvoll auszuschöpfen und für eine komfortable, responsive, d. h. lesefreundliche Umsetzung des Geschäftsberichts zu sorgen. Neben dem Computerscreen sollte deshalb auch die Lesbarkeit auf Tablets und Smartphones mit berücksichtigt werden, beispielsweise durch:

  • eine klare, leicht verständliche Navigationsführung,
  • das Herunterladen von Tabellen,
  • die Verschlagwortung von Fachbegriffen,
  • Hyperlinks auf verwandte oder vertiefende Informationen sowie
  • das Einbinden von Zusatzmaterial wie Videos (z. B. Interviews, Übertragung der Analysten-Konferenz oder Präsentation innovativer Produktionsverfahren) und animierter Infografiken. Die eingebundenen Medien sollten in einem angemessenen Verhältnis zu den Ladezeiten stehen, damit die Leser diese nicht als störende Features empfinden.

Zudem bietet das Internet dem Unternehmen besser als andere Medien die Möglichkeit, direkt mit dem Leser in Kontakt zu treten und schnelleres Feedback zu erhalten.

Insgesamt sind Konzeption, Design und Programmierung eines responsiven Online-Geschäftsberichts stets eine besondere Herausforderung und sollten bereits im Vorfeld gut durchdacht und konzeptioniert sein.

Online-Geschäftsberichte

Wie eine spannende, interaktive Berichterstattung durch Online-Geschäftsberichte gelingt!

Online-Geschäftsberichte
Ausgezeichnete Geschäftsberichte

Suchen Sie nach guten Beispielen für Print- und Online-Geschäftsberichten?

Ausgezeichnete Geschäftsberichte

Eine neue Randerscheinung: der Geschäftsbericht als mobile App

Der Geschäftsbericht als mobile App: Warum nicht? Schließlich leben wir im digitalen Zeitalter und eine App bietet viele Möglichkeiten zur Darstellung eines Geschäftsberichts.. Gegenüber der Online-Version lassen sich mit der App nicht nur Inhalte nutzerfreundlich darstellen und Zusatzinformation einbinden, sondern die App kann auch offline genutzt werden. Der Aufwand für die Erstellung einer App ist jedoch nicht zu unterschätzen: Eine Optimierung für die gängigen Betriebssysteme ist Pflicht und auf dem Desktop PC lassen sie sich nicht nutzen.

Weitere Infos zur Grafik (oben) „Print bleibt das Leitmedium“ in der Studie „Geschäftsberichte“:
Cortent Kommunikation AG